Aktiv für mehr Artenvielfalt


Tipps zum praktischen Artenschutz und sofortiger Umsetzung


Nistkastenreinigung

Im Februar ist die beste Zeit zur Nistkastenreinigung. Alle Nistkästen müssen spätestens zu Beginn der Paarungszeit leergeräumt werden. Parasiten können sonst eine Bruterfolg der Vögel zunichte machen. Zur Reinigung muss der gesamte Innenraum der Nistkästen ausgeräumt werden. Dazu bitte Handschuhe tragen, bei alten Nestern empfiehlt sich auch ein Mundschutz. Anschließend sollte der Innenrraum gut gereinigt werden.Verwenden sie kein Insektenspray. Ideal ist ein Kokosöl aus dem Tierfachhandel, das eingesprüht wird.

Künstliche Schwalbennester müssen nicht jährlich gereinigt werden.


Winterfütterung

Achten sie auf absolute Sauberkeit- an der Futterstelle und an der WasserstelleMehr

Turmi fliegt wieder

Ein junger Turmfalke wurde bei uns abgegeben. Er war in eine Leimrute geraten und beim Versuch sich zu befreien hat er beide Beine schwer verletzt. Das rechte Bein war nahe des Gelenks sogar gebrochen, wie uns die Röntgenbilder in der Tierarztpraxis zeigten. Meistens das Todesurteil für einen Greifvogel. Doch Turmi hatte Glück. Durch den engagierten Einsatz von Corinna Alagic, die eine auf Greifvögel spezialisierte Tierärztin in Kiel kennt, konnte Turmi operiert und damit gerettet werden.

Nach einem Aufenthalt in der Auswilderungsstation ist Turmi inzwischen wieder in Freiheit und kommt nur ab und zu zurück um sich eine Maus abzuholen.

Dank des qualifizierten Einsatzes vieler engagierter Menschen konnte das Leid wieder gutgemacht werden, das der Turmfalke durch das Auslegen einer Leimrute erfahren hat. Leider gibt es nicht immer so ein Happy End.


Hauskatzen dezimieren alamierend die Vogelwelt

Wenn im Mai und Juni warnende Altvögel und ausgeflogene Jungvögel draußen zu beobachten sind, Katzen nicht nach draußen lassen.

So durchstreifen Katzen zur Jagd gerne größere Gebiete. Obwohl sie zuhause gut gefüttert werden, erbeuten sie Kleinsäuger, Vögel, Reptilien und andere Kleintiere. Gerne werden Jungtiere gefangen, da diese leicht zu erbeuten sind. Nicht alle Beutetiere werden gefressen, denn oft dient die Jagd nicht dem Nahrungserwerb sondern dem Jagdtraining.

Dennoch ist für die betroffenen Beutetiere der Faktor Lebensraumqualität entscheidend wesentlicher als der Beutegreifer Katze. Kleintiere benötigen naturnahe Lebensräume mit ausreichendem Nahrungsangebot und guten Versteck- und Nistmöglichkeiten.

Was kann der Einzelne tun?

1. Als Katzenliebhaber:

Katzen nur Anschaffen wenn genügend Zeit und Platz vorhanden ist.

Keine Katzen aussetzen – dies ist unethisch und verstößt gegen Gesetze!

Kater kastrieren lassen, die Männchen streunen dann weniger umher. Die Sterilisierung von Katzenweibchen wirkt einer Bevölkerungsexplosion entgegen. Fragen sie Ihren Tierarzt oder Ihr Tierheim bzw. Tierschutzverein.

Organisieren Sie eine zuverlässige Betreuung ihrer Katzen in den Ferien.

2. Als Vogelliebhaber und Gartenbesitzer:

Vogelnistplätze, Amphibien- und Reptilienstandorte vor Katzen sichern. Z.B. erschweren Maschendraht und Viehhüterdrähte den Zugang, Für Baumstämme empfehlen sich Manschetten aus Blech oder Plastik, auch Brombeer- und Roseranken um die Bäume gewickelt bieten wirksamen Schutz.

Nistkästen katzensicher aufhängen: Mindestens 200 cm über dem Boden, Fassaden nutzen oder an Seitenästen freihängend, Kästen mit steilen glatten Dächern bieten Katzen keinen Halt.

Naturnahe Gartengestaltung mit dichtem Gebüsch etc., Biotope für Vögel und Kleintiere schaffen, damit es gute Versteck- und Nistmöglichkeiten gibt.

Vogeltränke und Futterhäuschen katzensicher platzieren. Erhöht an übersichtlichen Stellen aufstellen, dann können sich Katzen  nicht anpirschen und die Vögel rechtzeitig flüchten. Der Abstand zu Gebüschen sollte daher mindestens 1,5 m betragen,

Futterhäuschen ebenfalls freihängend an einem Seitenast oder auf einem Pfosten anbringen.

Abwehrmittel wie Stacheldraht vermeiden: Daran können sich Katzen und andere Tiere verletzen.

Aufklärungsarbeit bei den Nachbarn.

 

Schwalbenfreundliches Haus


Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ warnt ein bekanntes Sprichwort. Noch trüber dürfte die Vorstellung ausfallen, wenn sich keine Schwalbe mehr am heimischen Sommerhimmel mehr zeigen würde. Ohne schwarz malen zu wollen, steuern die Sommerboten allerdings in einigen Gegenden auf einem dramatischen Kurs. Mehl- und auch Rauchschwalbe, die einst so typischen Begleiter des Menschen, wurden mit ihren Beständen in der aktuellen Roten Liste als gefährdet eingestuft. Eine Ursache für den Rückgang der Schwalbenpopulation sind der Verlust und die Zerstörung von Nestern und Nistmöglichkeiten.

 

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Vogel des Jahres

Sein Name täuscht: Inzwischen ist der Gartenrotschwanz in den meisten Gärten Deutschlands kaum mehr antreffen. Hilfe für den farbenprächtigen Zugvogel ist daher unbedingt erforderlich. Deshalb haben ihn der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern zum „Vogel des Jahres 2011“ gekürt.

 

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Vögel füttern - aber richtig

Den Vögeln steht in diesem Jahr ein harter Winter bevor. Immer weniger Beerensträucher und   -hecken, samenreiche Wiesen und - Böschungen und das kalte Frühjahr bieten den Vögeln im Winter keine ausreichende Nahrung. Es sind auch bereits  Wintergäste  wie der Bergfink in unserer Gegend. Damit sich die Vögel an ihre Futterstellen gewöhnen  und sich die ersten Fettreserven anfressen können, sollten wir mit dem Bereitstellen von Futter jetzt beginnen. Wir empfehlen vor allem Sonnenblumenkerne in Futtersäulen, die nicht verschmutzen können. Außerdem sollte Wasser bereitgestellt werden. Die Wasserschalen müssen allerdings mindestens einmal in der Woche gereinigt werden um Salmonellenerkrankungen bei den Vögeln zu verhindern.

Futtersäulen und Vogelfutter kannen erworben werden bei vivara oder im Nabu shop

Meisenknödel und Futterglocken selbst machen

Unsere Vögel im Winter


Willkommen Wolf

Helfen Sie mit, dass Wölfe in Deutschland wieder eine Heimat finden

Der NABU will frei lebenden Wölfen in Deutschland wieder einen dauerhaften Lebensraum schaffen. Zu diesem Zweck hat der NABU ein Aufklärungs-Projekt für mehr Akzeptanz und zum Schutz der Wildtiere gestartet. Die Erfahrungen in anderen europäischen Ländern zeigen, dass Wölfe sich sehr gut an unterschiedliche Lebensräume anpassen können.

 

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